Presse- und andere Meldungen zu "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl"

Juni 2012

VWS startet Leseprojekt

In Ausgabe 2/2012 des Kundenmagazins der Verbundwerke Südwestsachsen wird berichtet: die VWS Verbundwerke Südwestsachsen GmbH lädt Kinder zum Lesen ein. Dazu hat sie in Kooperation mit dem Lychatz verlag, Leipzig, und dem Krimiautor Henner Kotte ein Schulprojekt ins Leben gerufen.

Ein Klick auf das Bild öffnet eine PDF (156 kB) zum Lesen.

Henner Kotte liest

Titel des VWS Kundenmagazin

Ein Klick auf das Bild zeigt die Titelseite des Kundenmagazins in Groß.

Dankschreiben der Klasse an die Verbundwerke

Dankschreiben der Klasse

Ein Klick auf das Bild öffnet eine PDF des Briefes.

April 2012

Henner Kotte - ein Schriftsteller liest sich in die Herzen der Jugendlichen

Im Lichtensteiner Anzeiger erschien am 18. April ein Bericht über Henner Kottes Lesung vor Schülern der Mittelschule Heinrich von Kleist und des Gymnasiums Prof. Dr. Max Schneider.

Ein Klick auf das Bild vergrößert es zum Lesen.

Kotte liest

Logo LVZ


Rotary-Club Bad Düben überreicht Bücher

Sven Lychatz (Dritter von links) und Pfarrer Matthias Taatz (rechts) vom Rotary-Klub Bad Düben überreichen den Bücher-Klassensatz an die sechste Klasse. Tim Bräutigam, Pascal Petrzak und Sarah Engel (von links) freuen sich auf den Kinderkrimi.

Foto: Steffen Brost

Krimi statt Erlkönig

Rotary-Club Bad Düben überreicht Mittelschule Bücher zur Leseförderung

Bad Düben. Zu einer vorweihnachtlichen Bescherung tauchten in dieser Woche der Schenkenberger Pfarrer Matthias Taatz und Verleger Sven Lychatz bei Bad Dübens Mittelschulleiter Matthias Schuster auf. Im Gepäck hatten die Mitglieder des Rotary-Clubs Bad Düben 30 spannende Bücher.

Grund für die Überraschung ist, dass der Rotary-Club das Lesen fördern möchte. "Wir haben einige Projekte, die wir unterstützen. Eines davon ist die Bildung. Das empfinden wir als wichtigen Bereich, der in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt wurde. In Zukunft wollen wir uns da deutlich mehr engagieren", sagte Taatz.

Den Worten ließen die Rotaryer Taten folgen. Sie packten den großen Karton in einer sechsten Klasse aus. Die Mädchen und Jungen behandeln gerade den Erlkönig im Unterricht. Der Kinderkrimi "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl" von Autor Henner Kotte soll jetzt die Deutsch-Stunden bis zum Halbjahreszeugnis noch spannender werden lassen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit in Lissa, einem kleinen Dorf in der Nähe von Delitzsch. Die Handlung spielt während des Dreißigjährigen Krieges. Vorlage für den Krimi war ein altes Kirchenbuch, in dem das Wirken von Pfarrer David Wicht festgehalten ist, der 1637 nach Lissa kam. Dort nahm er eine Pfarrstelle an. Wicht und seine Familie zogen ins Pfarrhaus. Später brach in Lissa die Beulenpest aus. Weil die Menschen davor Angst hatten, sorgte Pfarrer Wicht und der Totengräber dafür, dass die Verstorbenen zügig beerdigt wurden. Der Pfarrer steckte sich bei diesen Arbeiten ebenfalls mit der Pest an. Um seine Familie zu schützen, ließ er sich im Hühnerstall einmauern. Durch eine kleine Luke bekam er Essen. Doch er starb. Nur seine beiden Töchter überlebten die Pest.

Diese Geschichte aus dem Lissaer Pfarrgarten erzählte Matthias Taatz schließlich irgendwann Henner Kotte. "Das geschah bei einem guten Wein und einer Zigarre", lachte Taatz. Aus den Erzählungen wurde schließlich der Kinderkrimi. Kotte machte daraus das Buch vom schwarzen Gruhl. Dieses ist ein von Mönchen verlassenes Kloster. Der Held der Geschichte, der Junge Börge, verbringt seine Ferien bei Oma und Opa in Lissa. Vor lauter Langeweile fängt er Kaulquappen und vermisst die Schenkel von Fröschen. Seine Beobachtungen schreibt er in ein Forschungsbuch. Eines Tages gerät der Junge in ein furchtbares Gewitter. Als er sich in den Ruinen des Schwarzen Gruhl vor dem Regen unterstellen will, wird er niedergeschlagen. Wenig später steht der Gruhl in Flammen und Börge findet nach dem Brand Teile eines Skelettes.

"Vielleicht dürft ihr das Buch ja über die Weihnachtsferien mit nach Hause nehmen und lesen. Es wird euch gefallen, weil es sehr, sehr spannend ist", sagte Taatz. Schulleiter Matthias Schuster freute sich über die Büchergeschenke. "So etwas belebt den Unterricht. Mit diesen Geschichten kann man ganz schnell die Kinder zum Lesen bewegen. Und das ist ja gewollt. Außerdem lässt es sich gut in den Unterricht integrieren."

Text: LVZ, 12-2011, Steffen Brost

Logo LVZ

fleißiges Melden
Henner Kotte

Voll dabei sind die Schüler bei der Lesung mit Henner Kotte.

Der LVZ-Artikel als PDF im Originallayout (315 kB).

Gruseln statt Mathe und Deutsch

Henner Kotte liest im Delitzscher Gymnasium aus seinem Krimi

Delitzsch (if). Gruseln stand am 27. Juni 2011 auf dem Stundenplan von 65 Ehrenbergern. Die Fünft- bis Siebtklässler des Delitzscher Gymnasiums, die sich vorab als Krimifans geoutet hatten, bekamen das Buch "Die Zähne vom schwarzen Gruhl" von den Technischen Werken Delitzsch geschenkt und tauchten bei einer Lesung mit dem Leipziger Schriftsteller Henner Kotte in den Gruhl ein. Die Hauptperson Börge ("Der sieht genauso dämlich aus wie der von der Olsenbande, den hatte ich nämlich immer vor Augen", so Kotte) findet im Gruhl nicht die vermissten Kaulquappen, sondern Menschenzähne. Dass diese einem Pastor gehörten, der 1637 an der Pest starb, so viel verriet der Autor. "Denn Schriftsteller denken sich gar nicht so viel aus, das meiste ist gehört oder selbst erlebt", erklärte er. So basiert auch dieser Krimi auf einer wahren Lissaer Begebenheit. "Ich werde das Buch auf jeden Fall lesen", sagte hinterher Rebecca Nasdall. Sie habe schon vorher Bücher von Kotte gelesen, sich ihn aber ganz anders vorgestellt. Wie? "Auf jeden Fall nicht in Ringelshirt und kurzen Hosen", so die Siebtklässlerin.

Text: LVZ, 06-2011, Ilka Fischer
Fotos: Ilka Fischer

Diesen Beitrag im Original-Layout lesen: PDF, 315 kB

Logo LVZ

Bücherspende

Bibliotheks-Mitarbeiterin Katharina Böttcher sortiert die neuen Bände von Kotte und Preuß in den Bestand ein.

Der LVZ-Artikel als PDF im Originallayout (263 kB).

Stadtbibliothek freut sich über Bücherspende

Die neuen Bände sind ab sofort ausleihbar

Delitzsch (ts). Der Rotary Club und die Technischen Werke Delitzsch unterstützen mit der Aktion "Schüler und das Lesen fördern" gezielt Schulen in Delitzsch mit der Bereitstellung von Büchern aus dem noch jungen Lychatz-Verlag (wir berichteten). Der Stadtbibliothek Delitzsch spendeten die Technischen Werke zusätzlich Kinderbücher aus diesem Verlag. "Die fünf Titel sind in je zwei Exemplaren ab sofort ausleihbar", informiert Bibliotheksleiterin Regina Kittelmann. Von Gunter Preuß sind "Die kleine Hexe Toscanella", "Die kleine Hexe Toscanella auf Schloss Edelstein" und "Die Falle" erhältlich. Von Autor Henner Kotte sind der reich illustrierte Band "Detektiv Frodi" und der Jugendkrimi "Die Zähne vom schwarzen Gruhl" zu haben. Die Bücher stehen in der ersten Etage der Bibliothek in einer Miniausstellung. Beide Autoren haben einen engen Bezug zur Region. Gunter Preuß war der erste Träger des Gellert-Literaturpreises des Landkreises Delitzsch. Henner Kotte hat mit seiner spannenden Detektivgeschichte "Die Zähne vom schwarzen Gruhl" historisches Geschehen in Groß-Lissa zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges verarbeitet. Die Anregung dazu hatte Pfarrer Matthias Taatz aus Schenkenberg gegeben.

Text: LVZ, 02-2011, Thomas Steingen
Foto: Manfred Lüttich

Diesen Beitrag im Original-Layout lesen: PDF, 263 kB

Logo LVZ

Autorenlesung

Mit seinem Buch in den Händen löchern die Kinder den Autor Henner Kotte mit ihren Fragen.

Der LVZ-Artikel als PDF im Originallayout (233 kB).

Schulen erhalten Jugendkrimi

Technische Werke verschenken 160-mal "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl"

Delitzsch. Die Leseratten des Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasiums, der Artur-Becker-Mittelschule und der Pestalozzischule in Delitzsch können sich auf eine spannende Detektivgeschichte freuen. Denn nachdem bereits Ende des vergangenen Jahres der Rotary Club Bad Düben eine Bücherspende an die Mittelschule Delitzsch-Nord übergeben hat, wollen nun auch die Technischen Werke Delitzsch (TWD) Schüler für das Lesen begeistern. Dafür sponsert das örtliche Stromversorgungsunternehmen insgesamt 160 Bücher des Leipziger Autors Henner Kotte. Konkret geht es um das Buch "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl".
Neben dem täglichen Geschäft sei es den TWD ein wichtiges Anliegen, sich auch sozial und gesellschaftlich in der Stadt zu engagieren, sagt deren Geschäftsführer Jörn Otto. "Als ich von der Spende des Rotary Clubs hörte, bin ich neugierig geworden. In Zusammenarbeit mit Sven Lychatz, dessen Verlag die Geschichte vom Schwarzen Gruhl herausgegeben hat, entstand die Idee, auch die anderen Delitzscher Schulen mit diesen Büchern zu unterstützen", so Otto bei der symbolischen Übergabe der Bände.
Die Ersten, die in Kottes Werk schmökern durften, waren Fünft- und Sechstklässler des Gymnasiums und der Artur-Becker-Schule, die sich von den Erlebnissen des Haupthelden Börge sofort angezogen fühlten. "Am liebsten würde ich sofort mit dem Lesen beginnen", sagte Aylin Hitziger, die sich zutraut, das Buch in zwei Tagen zu schaffen, wenn es wirklich so spannend sei. Vom Autor Henner Kotte erfuhren die Mädchen und Jungen, dass die Geschichte einen historischen Hintergrund hat.
Mehr dazu wusste Pfarrer Mathias Taatz zu berichten: In einem alten Kirchenbuch ist das Wirken von Pfarrer David Wicht festgehalten, der 1637 nach Lissa kam. Die Pest raffte damals viele Menschen dahin. Und der Gottesmann kümmerte sich um die Bestattung der Verstorbenen, wurde dafür verstoßen, erkrankte selbst und verstarb im alten Pfarrstall von Lissa. "Diese Geschichte spielt in meinem Buch eine Rolle, aber ich habe sie auf die Gegenwart bezogen", erklärte Kotte. Darin gerät Börge auf dem Heimweg in ein Gewitter. Als er sich in den Ruinen des Schwarzen Gruhls vor dem Regen schützen will, "wird er niedergeschlagen. Wenig später steht der Schwarze Gruhl in Flammen und Börge findet Teile eines Skeletts ... ", ist auf dem Buchcover zu lesen. Mehr verriet auch Kotte den Kindern nicht, machte sie aber mit weiteren Kriminalgeschichten auf die Lesung, die in den Schulen nach den Winterferien stattfinden werden, neugierig. "Bis dahin habe ich das Buch durch", war sich Gymnasiastin Hanna Sandra Klimpke sicher. "Wir werden zunächst die Lesungen mit dem Autor durchführen und dann überlegen, wie wir die Bücher weiterführend auch für die älteren Schüler im Literaturunterricht integrieren können", blickte Frank Werner, Leiter der Gymnasiums, voraus.
Zielgruppe sind Mädchen und Jungen ab elf Jahre. "Doch auch für 12- bis 13-jährige Jungs, die oftmals etwas lesefaul sind, ist das Buch geeignet", empfahl Buchhändler Ingolf Engler, der die "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl" natürlich auch vorrätig hat. Zudem profitiert die Stadtbibliothek von der Zusammenarbeit zwischen TWD und Lychatz Verlag. "Wir stellen der Bücherei einen Satz mit fünf Titeln zu je zwei Büchern zur Verfügung", informierte Sven Lychatz. "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl" können sich somit Leseratten auch bei Regina Kittelmann und ihren Mitarbeiterinnen in der Bibliothek ausleihen.

Text: LVZ, 02-2011, Thomas Steingen
Foto: Thomas Steingen

Diesen Beitrag im Original-Layout lesen: PDF, 233 kB

Logo LVZ

Autorenlesung

Der LVZ-Artikel als PDF im Originallayout (266 kB).

Lesung in Delitzsch Bild 2 Lesung in Delitzsch Bild 2

Lesung in Delitzsch Bild 2 Lesung in Delitzsch Bild 2

Klicken Sie die Bilder für eine vergrößerte Darstellung an.

Henner Kotte signiert das Buch "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl". Pfarrer Matthias Taatz im Vordergrund. Er erzählte eine Begebenheit aus dem Jahr 1637, die im Buch eine zentrale Rolle einnimmt und zeigte die Originalen Kirchenakten.

Die Abenteuer des kleinen Börge führen nach Groß-Lissa

Leipziger Autor Henner Kotte liest in der Delitzscher Mittelschule Nord aus seinem Detektiv-Buch "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl"

Delitzsch/Lissa. "Blitze durchzuckten den nachtschwarzen Himmel. Die Pappeln beugten sich, als müssten sie fallen. Blätter fielen und stoben Börge ins Gesicht ..." Die ersten Sätze des ersten Kapitels der Detektivgeschichte "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl" waren der Einstieg des Leipziger Autoren Henner Kotte, der gestern in der Delitzscher Mittelschule Nord vor Schülern der Klassenstufen 5 und 6 aus seinem Buch las. Bereits im Dezember stand dieses im Mittelpunkt, als der Rotary Club Bad Düben der Nord-Schule 30 Exemplare stiftete, die Verleger Sven Lychatz und Pfarrer Matthias Taatz überbrachten (wir berichteten). Und letzterer erzählte damals schon über wahre historische Hintergründe aus der Region, die der Autor mit der Erzählung verwob. Denn es geht darin auch um Groß-Lissa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, als Pfarrer David Wieck in dem Ort lebte. Pest und Cholera waren 1637 ausgebrochen. Und auch der Pfarrer wurde todkrank und ließ sich, um seine Familie zu schützen, einmauern. Matthias Taatz zeigte gestern das Originalkirchenbuch, aus dem auch eine Passage in dem Henner-Kotte-Buch als Faksimile abgedruckt ist. Der Held, Börge, findet im Verlauf der Geschichte Teile eines geheimnisvollen Skeletts. Doch zunächst wird erzählt, dass der Schwarze Gruhl ein Kloster war, in dem der Graf von und zu Hartenstein zu Tode kam, nachdem Frau Gräfin, die heute noch im alten Gemäuer spukt, aus Eifersucht Feuer gelegt hatte. "Ich habe es gelesen und fand es total spannend", bekannte gestern Lehrerin Sabine Haupt. Und Schülerin Isabell aus der Fünften, die gleichfalls im Dezember ein Exemplar erhalten hatte, schmökerte es gleich am darauffolgenden Wochenende binnen zwei Stunden durch. "Besonders gut fand ich, dass nicht gleich verraten wird, wer der Täter ist", erzählte sie. Und das wurde auch in der Lesestunde von Henner Kotte nicht verraten. Dabei bestürmten die Schüler den Schriftsteller regelrecht mit ihren Fragen: Wie lange haben Sie an dem Buch geschrieben? Haben Sie noch mehr verfasst? Schreiben Sie mit einem Füller? Wie sind sie auf den Namen Börge gekommen?, gehörten unter anderem dazu. Kotte wurde nicht müde, alle Fragen zu beantworten. Und so fix, wie von den Schülern gefragt wurde, antwortete er: 15 Bücher habe er seit 1992 geschrieben, arbeite nicht mehr mit einer Schreibmaschine, sondern mit einem Computer und der Name Börge stamme aus den Egon-Ohlsen-Filmen. Bevor dann weitere 50 Mädchen und Jungen aus den 6. Klassen die Lesung erwartete, signierte der Autor einige Exemplare des Buches, das auch in der Delitzscher Buchhandlung Engler erhältlich ist.

Text: LVZ, 01-2011, Lutz Schmidt
Foto: Lutz Schmidt

Diesen Beitrag im Original-Layout lesen: PDF, 266 kB

Logo LVZ

Verteilung des Gruhl

Spannend: "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl"

Rotary-Club-Vertreter übergeben in Mittelschule Nord Bücherpaket / Lesung mit Autor am 4. Januar

Delitzsch/Lissa. Ein großes Paket mit 30 Büchern hatte sich gestern Pfarrer Matthias Taatz auf die Schulter geladen und stapfte gemeinsam mit Sven Lychatz in die oberste Etage der Delitzscher Mittelschule Nord. Die beiden Vertreter des Rotary Clubs Bad Düben packten dann im Klassenraum der 5a den Karton aus und überreichten die Bände den Mädchen und Jungen. "Der Rotary Club hat sich das Ziel gesetzt, Schüler und das Lesen zu fördern", erklärte Sven Lychatz. Und das soll auch unmittelbar in der Schule geschehen. Dabei hatten die beiden nicht irgendein Werk mitgebracht. Denn die Detektivgeschichte "Die Zähne vom Schwarzen Gruhl" des Autoren Henner Kotte hat einen besonderen Hintergrund, über den Matthias Taatz in der Klasse von Deutschlehrerin Sabine Haupt berichtete. In einem alten Kirchenbuch ist das Wirken von Pfarrer David Wicht festgehalten, der 1637 nach Lissa kam. Die Pest raffte zu der Zeit viele Menschen dahin. Und der Gottesmann kümmerte sich um die würdige Bestattung der Verstorbenen auf dem Lissaer Friedhof, bis er selbst erkrankte und im alten Pfarrstall von Lissa verstarb, berichtete Matthias Taatz. Auch die Frau von Pfarrer Wicht starb später an der Pest. Von diesen Aufzeichnungen in dem Kirchenbuch aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges hatte Matthias Taatz irgendwann einmal dem Autoren Hener Kotte erzählt und der schrieb dadurch angeregt das Buch vom Schwarzen Gruhl. Dieses ist ein lange von Mönchen verlassenes Kloster, auf dem ein Fluch lasten soll. Der Held der Geschichte, der Junge Börge, ist zu Besuch in dem Dorf und findet in den Ruinen des Schwarzen Gruhls eines Tages ein Skelett ... "Ich denke, es ist ein spannendes Buch", sagte Matthias Taatz zu den Schülern und schlug die Seiten auf, wo die originalen Kirchenbuchauszüge als Faksimile abgedruckt sind. "Es ist auch ein Stück Heimatgeschichte", betonte der Pfarrer. Im zweiten Drittel des Buches käme die Geschichte den tatsächlichen Geschehnissen sehr nahe. "Wenn ich am 4. Januar zu der Lesung komme, dann bringe ich das originale Kirchenbuch vielleicht mit", sagte Taatz. Sven Lychartz, in dessen Verlag das Werk schienen ist, versprach, dann auch zu erzählen, wie ein Buch entsteht. Als besondere Hausaufgabe sollen nun die Kinder die Geschichte von Börge und dem Schwarzen Gruhl über Weihnachten lesen und dann bei dem Treffen mit dem Schriftsteller sagen, wie es ihnen gefallen hat. Das erste Buch bekam gestern übrigens die zehnjährige Linda Glöckner überreicht, sie wohnt in Lissa. Schulleiter Bernhard Wirth bedankte sich für den vom Rotary Club gespendeten Klassensatz Bücher zum Weitergeben und bekräftigte: "Lesen ist für unsere Schüler ein Schwerpunkt."

Text: LVZ, 12-2010, Lutz Schmidt
Foto: Manfred Lüttich

Diesen Beitrag im Original-Layout lesen: PDF, 252 kB

zurück